Sonntag, 8. Juni 2014

Rastloser Roadtrip

Roadtrips in den USA sind eine so starke Verbindung wie Kartoffeln und Quark, allein schon lecker, zusammen einfach köstlich! Für einige ist es sogar der einzig wahre Weg durch die Staaten zu reisen, und ich muss sagen, da ist vielleicht etwas dran.
Unser Ziel steht fest: San Francisco, denn Laurie muss dort am 23. Dezember seinen Flieger nach Hause erreichen. Die anfänglichen Pläne durch Washington und den Osten Oregons zu fahren bevor es in Richtung Süden geht, werden wenige Tage vor Abreise abgeblassen, weil dort einfach zu viel Schnee liegt und die National Parks teilweise geschlossen sind. Also geht es nur kurz Richtung Südosten bevor es auf zum Highway 101 und 1 geht und so dann immer an der Küste entlang der Sonne entgegen.
So romantisch wie das anmutet, ist es dann nicht immer jede Nacht in einem anderen Motel zu schlafen und die Tage sind lang, die Nächte sehr kurz, doch die Landschaft entschädigt für alles. Besonders die Redwoods, der letzte Fixpunkt auf meiner Reisecheckliste USA (abgehackt!) - und sie sind noch gigantischer und schöner als ich es mir jemals hätte ausmalen können.
Auf diesem fast zweiwöchigen Trip habe ich einige der schönsten Bilder meiner Reise gemacht und die Auswahl fällt darum nicht leicht. Um soviel Material wie möglich unter zu bekommen, habe ich mich entschieden auf große Worte zu verzichten und die Bilder für sich sprechen zu lassen.
Auf geht's!

Tag 1: Dundee, OR - Bend, OR


im Moment trockener Stausee
so komme die Reste der dafür gefällten Bäume zum Vorschein
Mt. Washington
Sonnenuntergang über Bend

Tag 2: Bend, OR - North Bend, OR


das erste Motel
Tumalo Falls
Wildnissidylle

Tag 3: North Bend, OR - Crecent City, CA


vom Schnee in die Dünen
endlich wieder Meer
die Männer und das Meer
fälschlicherweise für Cranberries gehalten
alle an der Kamera
gerade noch rechtzeitig geschafft

Tag 4: Crecent City, CA


Guten Morgen Crecent City!
Die ersten Redwoods!
zum Größenvergleich
natürliche Brücke, Marika's Lieblinge
Sandro, der Beweis, ich hatte einen unbeschädigten
(ja, ich habe auch ein Bild von der Rückseite)

Tag 5: Crecent City, CA - Eureka, CA


erst aufregend, dann traurig
Big Tree: Höhe 92,6m, Durchmesser 6,6m, Umfang 20,7m
geschätztes Alter 1500 Jahre
Redwoods
wie unbedeutend unser kleines Leben im Vergleich dazu ist
da war der Blitz drin, aber die Guten sind unverwüstlich,
nur eine kleine Narbe
der ehmals größte Redwood,
die Erschütterung war auf der Richterskala abzulesen
Elche en masse

Tag 6: Eureka, CA - Fort Bragg, CA


drei lustige vier
Fort Bragg und ein weiterer Sonnenuntergang am Strand

Tag 7: Fort Bragg, CA - Santa Rosa, CA


Mendocino
Dank Michael Holm viele deutsche Touristen hier
es ist aber auch eine Perle!

Tag 8: Santa Rosa, CA


von Santa Rosa geht es ins Sonoma Valley zum Wein
hä?
Schramsberg Sparkeling Wine
Kendall-Jackson
der nette Mann beschert uns eine Verkostung aller Weine
(ich halte schön den Mund, damit er nicht mitbekommet, dass ich
eigentlich keinen blassen Schimmer von
grüner-Paprika-Note und was weiß ich habe...)

Tag 9: Santa Rosa, CA - San Francisco, CA


alles Austern
Point Reyes National Seashore
zurück in San Fransisco
und diesmal stilecht über die Golden Gate Bridge

 Tag 10: San Francisco, CA - Montara, CA


come on!
Haight-Ashbury
Golden Gate Park
unser Hostel in Montara, direkt am Meer

 Tag 11: Montara, CA


Weihnachten am Strand
Fast die Küche abgefackelt, aber es ist ja auch nur einmal Weihnachten,
oder, Moment mal...

 Tag 12: Montara, CA - San Francisco, CA



12 Tage | 11 Nächte || 14|12|2013 - 25|12|2013

Freitag, 6. Juni 2014

Stippvisite Seattle

Der Plan:
auf zu Mount Rainier und dort etwas wandern, danach weiter nach Seattle, eine Nacht und einen Tag dort und dann zurück nach Dundee. Dirk muss bald zurück nach Deutschland zu seiner Familie.


Die Realität:
es schneit ganz verrückt und wir haben keine Schneeketten, also lassen wir das mit Mount Rainier lieber mal. Wer weiß ob die Straßen überhaupt noch frei sind. Also geht es im Fünferpack gleich nach Seattle.
Dort angekommen schneit es auch nicht mehr und wir schauen uns die Stadt als erstes mal von oben an. Weiter geht es zum Pike Place Markt.

Pike Place Market in Weihnachtsstimmung

Dort gibt es so einiges, wenn nicht alles, wir finden mal wieder einen Shop mit deutschen Produkten und da gibt es gerade einige Weihnachtsleckerein. Die Versuchung ist groß, doch ich widerstehe. Lieber eine weitere Microbrewery getestet, die gibt es nicht zu Hause. Dann geht es zum Hostel. Unterwegs schauen wir uns die nächtliche Skyline an und dann ruhen wir uns kurz aus bevor es auf Nahrungssuche geht. Die Wahl fällt heute auf Thai.

vor und
hinter der Kamera

Auf dem Heimweg leuchtet dann auch die Weihnachtsdekoration an der Lenin-Statue. Die ist hier in Freemont, Seattle gelandet, nachdem sie in Slowenien im Zuge der Samtenen Revolution nicht mehr ganz so große Popularität genießen konnte. Ist es nicht ein wahnwitziger Mix aus Solzialismus, Kapitaslismus und christlichem Feiertag, fehlt nur die Coca-Cola in Vladimirs Hand.

wunderbar, einfach wunderbar

Am nächsten Tag gehe wir zu Theo Chocolate. Dort kann man alle Sorten kosten bevor man sich zum Kauf verleiten lässt - beispielsweise Chai- oder Curryschkolade - und Theo's ist echte Schokolade, nicht der sonst eckelhafte Mist den es in US-Supermarktregalen so gibt.
Anschließend müssen wir uns beeilen um zu einer der Underground-Touren zu kommen. Wusstet ihr, das in Seattle unter den Bürgersteigen die alten Gebäude der Stadt versteckt sind. Und das man Seattle auf Sägemehl gebaut hat - hätte man ja auch vorher wissen können, dass das nicht gut geht!

unser Superstarguide, bevor es nach unten geh

Die Tour ist sehr interessant und unterhaltsam, vor allem wegen unseres Guides, der in einem früheren Leben als Schlagzeuger für Tom Jones gearbeitet hat, unrter anderem.
Nach soviel Geschichte braucht es eine Stärkung und die finden wir in einem Creol Restaurant. Das ist Küche aus New Orleans, Louisiana und der Chef ist auch von dort. Wir schreiben unsere Namen auf Dollarscheine um sie mit den vielen anderen an der Decke zu vereweigen und essen fritierten Alligator als Vorspeise. Zum Abschied schenkt uns der Besitzer noch Mardi Gras Ketten als Andecken, wenn ich nicht eh schon beschlossen hätte das näste Mal New Orleans zu besuchen, würde ich mich jetzt dafür entscheiden.

Sandwich, New Orleans Style

Ein kurzer Stadtrundgang wird von einem Besch des EMPs gekrönt und dann geht es zurück nach Dundee.
Trautes Heim, Glück allein!

02 Tage | 01 Nacht || 10|12|2013 - 11|12|2013

Mittwoch, 4. Juni 2014

Schneeköniginnenland Silverfalls

Nach dem zweiten Ausflug an die Pazifikküste geht es am folgenden Tag in den Silver Fall State Park.

"Dirk, wink mal!"
episch

Wie schon erwähnt ist es im Moment recht kühl und es liegt etwas Schnee, was uns in diesem State Park ein Spektakel der ganz besonderen Art beschert.
Denn alle Wasserfälle - das sind so einige - sind eingefroreren und es haben sich riesige Eiszapfen gebildet. Ich fühle mich wie in einem russischen Märchen und wenn hier gleich die Schneekönigin in ihrem Schlitten aus Eisblumen vorbei kommt, würde es mich auch nicht wundern.


Wir kämpfen uns durch den Rundweg, denn an manchen stellen ist auch der Weg mit einer dicken, rutchigen Schicht Eis überfrorern. Dirk und Sandro sind da ganz Gentelman und helfen mir, ich bin zu meiner natürlichen Schisserhaftigkeit obendrein ängstlich um meinen Steiß. Die Erfolge der letzten Tage sollen nicht gleich wieder ruiniert werden.
Doch das Winterwunderland lenkt von allen Sorgen durch seine fantastische Kulisse ab. Die Jungs überreden mich sogar unter den Wasserfall zu kommen und dort mit ihnen ein Bier zu teilen - natürlich ist wieder Bier dabei, Hallo, ich bin hier mit Sandro, Dirk und Laurie!!

Weißabgleich wäre nicht schlecht gewesen

An einem der größsten Wasserfälle angekommen, entscheiden wir uns hier noch etwas näher ran zu gehen und enden schlussendlich unter dem Wasserfall, wo wir die natürliche Höhle aus Eiszapfen durchqueren - aufregend, nicht?! Am anderen Ende erwartet uns ein Absperrband und die Einsicht, dass es tatsächlich scheißgefährlich war. Wenn so ein drei Meter Eiszapfen runter kommt ist Schicht im Schacht. Naja, das Glück der Dummern, und irgendwie auch echt amerikanisch von uns, denn das Absperrband scheint niemanden zu beeindrucken.

das Monster
wie Zuckerguss
Mann, oh mann
auch wenn die Versuchung groß ist, nicht dran lecken

Wir schauen uns noch kurz in der Parkeigenen Hütte um und kaufen Postkarten. Ein kleines Aufwärmen am Kaminfeuer ist auch noch drin. Dann werden die Pausenbrote brüderlich geteielt und es geht auf den Rückweg.


Ich sag euch, Tierschutz schön und gut, wenn's richtig kalt wird nach mehreren Sunden im Schnee und mit Wasser um einen herum, das auf den Haaren gefriert, wünscht man sich so ein Tierfell/Pelz zum reinkuschweln. Aber es ging ja auch ohne, keine Aufregung Peta-Aktivisten.

01 Tag || 08|12|2013

Montag, 2. Juni 2014

Verloren und verirrt auf Vancouver Island

Nachdem Toska abgereist ist und bevor Dirk anreist, setzen wir uns zusammen und wollen ein paar Tage aus Dundee verschwinden (nicht weil es nicht schön ist, aber es gibt ja noch soviel mehr). Die Wahl fällt auf Victoria auf Vancouver Island, Britsh Columbia, Canada. Die Planung geht in Eiltempo vonstatten, denn Marika und Sandros Visa läuft in ein paar Tagen ab, wir müssen uns beeilen.

unsere patriotische Fähre, oder zwei sind besser als eine

Am nächsten Tag geht es also schon los nach Port Angeles, Washington und von dort aus nehmen wir eine Fähre nach Victoria. Wir sind mit zwei Autos unterwegs, denn wir sind zu sechst, samt Gepäck. Auf der Überfahrt sehen wir einen Wal (also den kleinen Teil über Wasser), allein dafür hätte sich die Fahrt ja schon fast gelohnt!
In Victoria angekommen wird es bereits dunkel, es ist immerhin Dezember. Wir finden das Hostel schnell und laden unser Gepäck ab. Danach geht es ein paar Meter weiter in eine Sportsbar zum essen und auf ein paar Bier nach nebenan in den Pub, business as useal auch in Kanada. In Victoria scheint es einen Schönheitswettbewerb unter Kellnerinnen zu geben, eine sieht besser aus als die andere, die Jungs sind begeistert.
Am nächsten Morgen geht es früh los, das wenige Tageslicht will ausgenutzt werden und wir fahren Richtung Nordwesten um die Insel zu erkunden. Wir landen am Thetis Lake Regional Park und gehen dort eine große Runde spazieren, wie viele Hundebesitzer der Gegend. Die Aussichten und der Wald sind ein Augenschmaus und gut für Leib und Seele wie man so sagt, nicht!

nur mal so zum Größenvergleich

Weiter geht es nach East Sooke um fast unberührten Regenwald zu sehen. Unterwegs machen wir einige Photostopps und eine Lunchpause mit frischem Fisch.


Am Ziel angekommen, stellen wir fest, wir sind am Aussichtspunkt gelandet und nicht am Beginn des Wanderweges. Also ein paar Bilder geschossen und dann weiter zum Wanderweg. Der hat auch wahrlich nicht zu viel versprochen, riesige Bäume und am Ende eine fantasische Aussicht. Da sitzen wir alle einfach mal nur da und genießen die Sicht ganz ohne Worte, denn die sind nicht nötig.

wilde Scöhnheit

Mitten im Wald gefriert Sandro und mir kurz das Blut, denn wir denken wir haben einen Bären gehört - die es hier neben Pumas oder Berglöwen wirklich gibt. Doch es waren nur die Nerven. Zurück in Victoria gibt es das übliche Abendprogramm und dann geht's in Bett.
Am nächsten Tag machen wir uns auf nach Cathedral Grove, dort ist der größte Baum der Insel und den wollen wir nicht verpassen! Der Weg ist lang und schön, es ist sonnig doch kalt. In Cathedral Grove angekommen laufen wir die doch sehr kleine Runde im Wald und sehen natürlich den höchsten Baum.

die Weinkönigin vorm grösten Baum
(hat jezt natürlich nicht in das kleine Bild hier gepasst)
in den Fängen der gemeinen Wurzelkrake

Um nicht zu stark zu frieren machen wir alberne Gruppenbilder und als diese Art der Unterhaltung ebenfalls ausgeschöpft ist fahren wir zurück Richtung Victoria. Auf dem Weg liegt eine angebliche deutsche Fleischerei, das müssen Sandro, Marika und ich als ausgebildete Würstchenfeinschmecker auf dem Trockenen natürlich testen. Die anderen Drei haben darauf keine Lust und fahren schonmal vor zum Englishman River Falls Provincial Park. Wir kaufen uns Knackwürste und fangen im Auto auch gleich an sie zu testen. Das Urteil: nicht wie zu Hause aber auch gut.
Als wir am Englishman River Falls Park ankommen, sind die anderen nicht da. Wir sind kurz etwas ratlos, denn unsere Telefone funktionieren hier nicht. So können wir nur spekulieren, dass sie sich verfahren haben und hoffen, sie finden schlussendlisch hier her. Oder wenigstens zurück nach Victoria. Wir schauen uns also die Wasserfälle an und die sind auch ganz wunderbar.

wir lieben Bäume, Marika besonders
genau wie in "Aus der Mitte entspringt ein Fluß"

Wir sind fast allein dort, was die Wildniserfahrung noch realistischer macht.Als wir zurück zum Parkplatz kommen sind die anderen immer noch nciht aufgetaucht, also sind sie hoffentlich im Hostel.

Schnappschüsse vom Rückweg

In Victoria angekommen treffen wir sie auch gleich, und Laurie gibt zu, dass sie sich heillos verfahren haben und irgendwann nicht mehr wussten wo sie sind und wo wir sind, also sind sie zurück gefahren. Passiert eben, Hauptsache alle sind noch da!
Wieder vereint verbringen wir den Abend zusammen mit Jesse. Jesse habe ich in Kroatien getroffen, er ist hier aus Victoria und zeigt uns die besten Bars und gibt uns noch einige weitere Tipps. Wir enden im Big Bad Johns und dort gibt es Bier Bier Bier für alle.
Jesses Tipps befolgen wir auch gleich am nächsten Morgen und gehen zu Jam's frühstücken. Dort gibt es die kanadische Geheimwaffe gegen gemeine Kater (die einige in der Runde auch brauchen) und das beste Frühstück meines Lebens! Aus diesem Grund hier auch Bilder.

Canadian Ceasar - mit grünem Spargel und karamelisierten Bacon
Red Velvet Pancakes
Eier Benedict

Es schneit an diesem Morgen in Victoria und auch sonst ist es heute etwas grau und trüb, da freut man sich auf Dundee. Also geht es mit der Fähre zurück nach Port Angeles und dann nach Portland, zum Flughafen um Dirkie Dirk abzuholen und nun zu viert zurück nach Dundee.


04 Tage | 03 Nächte || 02|12|2013 - 05|12|2013